Archiv für März 2009
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Am 1. April ist es wieder so weit, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff öffnen zum 8. Mal ihre Tore!
Das milde Klima und der südländische Pflanzenreichtum können mitunter Wunder wirken, das wussten auch die Ärzte in Meran um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Bereits damals brachten sie Erholung suchende Kurgäste aus ganz Europa nach Meran und betreuten diese. Prominentester Gast war Kaiserin Sisi von Österreich, die ihr Winterdomizil in Schloss Trauttmansdorff bezog. Heute erstreckt sich rund um diesen historischen Ort der botanische Garten, am östlichen Stadtrand Merans gelegen und von einem Flaumeichenwald begrenzt, dehnt er sich über zwölf Hektar aus.
Schon vor über 150 Jahren wurden die ersten exotischen Gewächse nach Meran gebracht und in den weitläufigen Anlagen der Kurstadt mal hier mal da angepflanzt. In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind die Pflanzen nach ihrer Herkunft geordnet: Es werden Vegetation, Klima und Standort berücksichtigt. So stehen beispielsweise Naturlandschaften wie der japanische Auwald neben den Kulturlandschaften wie den Reisterrassen und Teeplantagen. Die klimatischen Bedingungen sind in Meran besonders günstig; es ist das wintermildeste Gebiet des deutschen Sprachraums, darum kann hier vieles verwirklicht werden, was nördlich der Alpen natürlich unmöglich wäre. Im April stehen bereits Pfingstrosen, Rhododendren und Tulpen in voller Blüte, abwechselnd je nach Jahreszeit und Monat wechselt auch das Bild des Gartens, daher wird jeder Besuch zu verschiedenen Zeiten auch mit anderen Blütenbildern belohnt.
Auszeichnungen: Italiens schönster Garten 2005 und Europas Garten Nr. 6 2006
Alle Informationen zu den Blütenhöhepunkten und weitere Informationen rund um die Gärten von Schloss Trauttmansdorff finden Sie hier!
Prokulus Kirche in Naturns
Eines der berühmtesten Denkmäler in Südtirol ist das St. Prokulus Kirchlein am Ortsrand von Naturns: Erbaut im 7. Jahrhundert in Gedenken an den heiligen Prokulus – Bischof von Verona und später als Viehpatron und Wasserheiliger verehrt – zählen die Fresken aus dieser Zeit zu den bedeutendsten Kunstschätzen in Mitteleuropa. Sehenswert sind auch die gotischen Fresken aus dem 14. Jahrhundert, die die Schöpfungsgeschichte darstellen. St. Prokulus auf der Schaukel an der Südwand der Prokulus Kirche – eine symbolische Darstellung seiner Flucht über die Stadtmauern Veronas. Prokulus Museum: Der völlig unterirdisch angelegte Museumsparcours macht 1.500 Jahre Geschichte der Menschen dieser Region lebendig. Vier Raum-Zeit Stationen führen in die Epochen Spätantike, Frühmittelalter, Gotik und Pestzeit ein. Die Videoprojektionen, welche die vier Epochen anschaulich und verständlich darstellen, wurden mit Laiendarstellern aus der Gemeinde Naturns und der näheren Umgebung realisiert, die sich bereit erklärt haben an dem spannenden Projekt mitzuwirken. Gräber des Seuchenfriedhofes berichten zudem vom Schrecken der Pest. Im Museum sind weiters die abgenommenen Fresken der Kirche zu sehen. Geöffnet von 31.03. (Museum ab 07.04) bis 07.11 von 09.30-12.00 und 14.30 bis 17.30 Uhr. Montag Ruhetag. Informationen unter 0473 673139, www.prokulus.org.






