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Unser Tipp der Woche!

am Sonntag, 12. September, ca. 15.00 Uhr

SCHAFABTRIEB IM SCHNALSTAL

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Archiv für April 2009

Ötzi – Der Mann aus dem Eis

oetzi_rekonstr-2.jpgAlle kennen ihn unter dem Spitznamen Ötzi, abgeleitet vom Namen des Ötztales an der Grenze zwischen Österreich und Italien, wo die Gletschermumie 1991 entdeckt wurde. Wegen weniger Meter stehen die „Eigentumsrechte“ an diesem Fund dem italienischen Staat zu, aber die Forschungen an der Mumie vom Similaun, die von den Wissenschaftlern der Universität Innsbruck und vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz durchgeführt wurden, haben diesen Fund zu einem Forschungsobjekt von Weltrang gemacht. Der im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen ausgestellte Mann aus dem Eis (Ötzi) gehört mittlerweile zu den bekanntesten und bedeutendsten Mumien der Welt. Das Besondere und Einmalige an diesem Fund besteht darin, dass ein Mann – mitten aus dem Leben gerissen – in vollständiger Kleidung und Ausrüstung erhalten blieb. Geöffnet ganzjährig, außer am Montag, jeweils von 10.00 – 18.00 Uhr, Eintrittspreis Euro 9,00, Informationen unter 0471/320100, www.iceman.it. Sonderausstellung vom 10.03. – 25.10.2009: Mumien – Der Traum vom ewigen Leben.

Der blaue Schurz

blaue-schurze.JPGFixer Bestandteil der Arbeitsgarderobe in Südtirol…Den Besuchern Südtirols fällt sofort auf, dass die Bauern und Handwerker an Wochentagen eine blaue Schürze tragen.
Es scheint, dass sie sie nicht entbehren können, ohne das weiße oder karierte Hemd und darüber bis zu den Knien die Schürze, fühlen sie sich nur halb angezogen. Die blaue Schürze ist zum Abzeichen der männlichen Südtiroler Arbeitswelt geworden, und die gefällige Farbe erhellt den vielleicht grauen Alltag. Die Schürze ist sehr praktisch und findet mancherlei Verwendung. Oft ist sie mit gestickten Blumen oder einem humorvollen Spruch verziert wie etwa lustig und ledig, im Wein liegt die Wahrheit oder Bauer mit Herz…
Ob Nutzen oder einfach Gewohnheit: Der blaue Schurz passt in Südtirol wie das Amen nach dem Gebet!
Im Gegensatz zu anderen Schürzen besteht die Burggräfler Männerschürze, das “Firtig” aus zwei Stücken, einem “Brüstl” (Brustlatz) mit rundem Halsauschnitt und dem rechteckigen Unterteil mit drei kleinen Falten. Diese Schürze diente früher nur dem Schutz der Kleidung. Sie wird heute auch von der bäuerlichen Bevölkerung nur mehr selten getragen. Die Wirte und Bauern trugen früher an Sonn- und Feiertagen weiße Schürzen. Sie sind die Tracht der Männer zwischen fünf und fünfundsiebzig. Die Schürze heißt im Dialekt “Fürtig” oder “Firtig”, was soviel wie Vortuch bedeutet.
Die Schürzen gehören längst den Weinbauern nicht mehr allein. Sie werden auch von Leuten getragen, die sich bei der Arbeit die Hände nicht schmutzig machen.

Wussten Sie, dass ein aufgedrehter, blauer Schurz „Feierabend“ bedeutet?Nach getaner Arbeit wird die rechte Ecke vom Schurz zum Rücken gezogen und dort in die Schurzbänder eingedreht, während die linke Ecke vorne nach unten schaut.

Das Kloster Marienberg

bilddatei-feldhof-125.jpg

Geschichte:

Die Benediktinerabtei Marienberg ist eine Stiftung der Edlen von Tarasp aus dem 12. Jahrhundert. Am Ende des 16. Jahrhunderts stand das Kloster vor der Auflösung, die aber vom Papst und der tirolischen Landes-regierung aus polit-ischen und religiösen Gründen verhindert wurde. Eine große Wende und neue Blüte setzte mit Abt Matthias Lang aus Weingarten (D) am Anfang des 17. Jahrhunderts ein. Die Zahl der Mönche vermehrte sich zusehends, und im Jahre 1724 konnte die Abtei in Meran ein humanistisches Gymnasium gründen, dem bald darauf ein Knabenkonvikt angeschlossen wurde. 1807 wurde das Kloster durch die Bayerische Regierung aufgehoben, die Mönche vertrieben und Kloster, Kirche, Archiv und Bibliothek wertvoller Bestände beraubt wurden. Auch das Meraner Gymnasium musste vorübergehend schließen. Doch 1816 wurde die Abtei auf Wunsch des Kaisers Franz I. wiederhergestellt und in Meran das Gymnasium weitergeführt. Das Gymnasium wurde im 19. Jahrhundert ein Bildungszentrum ersten Ranges, das 1928 durch politischen Druck seine Tore schließen musste. Von 1946 bis 1986 wurde in Marienberg ein fünfklassiges Privatgymnasium geführt. Das Kloster war also über Jahrhunderte das geistige Zentrum des Oberen Vinschgau und hat Generationen von Studenten zu einem Studium verholfen. Im Bewusstsein der Bevölkerung nimmt das Kloster bis auf den heutigen Tag einen großen Stellenwert ein, war es doch für eine große Anzahl von Menschen religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Bezugspunkt. Museum: Bei der Sanierung des ehemaligen Wirtschaftstraktes wurde der Bestand nur gesäubert, weitgehend im Originalzustand belassen und durch eine zweite zeitgemäße Ebene ergänzt. Die alten Gemäuer selbst sind Zeugen der baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte. Im 2007 eröffneten Museum erhalten die Besucher Einblick in den Alltag hinter den Klostermauern. Einige Kunstwerke aus der Gründerzeit werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Objekte weisen auf wichtige Begebenheiten im Laufe der 900jährigen Geschichte hin. Die romanischen Fresken der Krypta von Marienberg sind im Film auf Großleinwand zu sehen.Öffnungszeiten Museum und Klosterladen: Bis 4. April 2009: Montag bis Samstag 13.00-16.00 Uhr und von 6. Apr. bis 7. Nov. 2009: Montag bis Samstag 10.00-17.00 Uhr, außer an kirchlichen Feiertagen. Preis Euro 5,00/Person, Tel. +39 0473 843980 oder www.marienberg.it.

Zitat der Woche
Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf. Oscar Wilde (1854 - 1900).
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