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am Sonntag, 12. September, ca. 15.00 Uhr

SCHAFABTRIEB IM SCHNALSTAL

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Auf zum Schwur …

Heimat … Tiroler Land! Heb zum Himmel Herz und Hand!
So haben gestern die Südtiroler den Herz Jesu Sonntag zelebriert und wieder zahlreiche Feuer auf den Südtiroler Gipfeln entzündet, um ihrer Verbundenheit mit der Heimat Ausdruck zu verleihen.

Glaube in Land und KulturZeichenSeit dem ausgehenden 19. Jahrhundert werden auf den Bergen Tirols Herz-Jesu-Feuer als Zeichen der Erneuerung des Herz-Jesu-Gelöbnisses von 1796 entzündet. Als französische Truppen unter Napoleon I. das Land Tirol bedrohten, traten die Tiroler Landstände 1796 in Bozen zusammen, um die Situation zu beraten. Der Stamser Abt Sebastian Stöckl regte dort an, das Land dem “Heiligsten Herzen Jesu” anzuvertrauen und so göttlichen Beistand zu erhalten. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, die Landstände gelobten im Namen des Volkes, das Herz-Jesu-Fest jährlich feierlich zu begehen. Als Herz-Jesu-Tag wurde der 2. Freitag nach dem Fronleichnamsfest gewählt.Feuer auf den Gipfeln des Nörderberges

Diesen Bund mit dem Herzen Jesu erneuerte Andreas Hofer mit seinen Schützen vor der Berg-Isel-Schlacht gegen die Franzosen und Bayern. Seitdem ist der Sonntag nach dem Herz-Jesu Freitag Tiroler Landesfeiertag, der mit Prozessionen und Bergfeuern hochgehalten wird. Diese Bergfeuer waren in Kriegszeiten Leuchtzeichen für einen abgesprochenen Kampfbeginn, die an weit sichtbaren Punkten und Gipfeln aufflammten.

Feuer an der Kirchbachspitze und auf den Gipfeln des SonnenbergesSo werden heute noch in Südtirol am Herz-Jesu Sonntag im ganzen Land Herz-Jesu-Feuer entzündet. Sie gelten als “lodernder Beweis” der Unauflösbarkeit des Gelöbnisses der Tiroler Landstände aus dem Jahre 1796. Die Feuer ordnet man häufig in Form von Herzen, Kreuzen oder den Zeichen Christi “INRI” oder “IHS” an, aber auch in Schriftzügen, die meist auf die Tiroler Einheit hinweisen. Dabei werden keine Mühen und Kosten gescheut um auch auf den höchsten Gipfeln helle Feuer zu entflammen.

2 Kommentare zu „Auf zum Schwur …“

  • S. Irrgang:

    Den Herz Jesu Sonntag mitzuerleben, war ein schönes Erlebnis. Habe es in diesem Jahr miterleben dürfen. Zuvor war mir gar nicht bewusst, wie das Fest dort gefeiert wird. Auch wenn ich nicht sehr gläubig bin, hat mich das sehr bewegt. Im großen und ganzen war unser Aufenthalt in Tirol eine sehr schöne Zeit…

  • schäfer,monika:

    der herz-jesu sonntag wird fü uns immer in erinnerung bleiben.
    haben mit erschrecken die ereignisse des letzten jahres aus deutschland verfolgt.
    gott schütze südtirol und seine menschen

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