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Im Frühtau wir joggen zur Alm….
Dass wir Vinschger manchmal ein komisches Volk sind und oft die verrücktesten Einfälle haben, ist hinlänglich bekannt. Wie sonst kann es kommen, dass ein ausgesprochener „Morgenmuffel“ auf die Idee kommt, früh morgens auf eine Alm zu joggen? Während andere noch friedlich schlummern oder im Land der Träume verweilen, werden hier die Wanderschuhe gegen die Jogging- bzw. Nordic Walking
-Schuhe getauscht und das warme Bett gegen die frische Morgenluft und fröhliches Vogelgezwitscher.
Denn auch hierzulande hat man bereits von der „AMAS-Höhenstudie“ erfahren. Diese besagt, dass regelmäßige Bewegung in den Bergen (von 1500 m aufwärts) wahre Wunder wirkt. Bereits bei den olympischen Spielen 1968 in Mexico City wurde das Höhentraining im Leistungssport eingeleitet. Inzwischen aber wird dieses auch im Freizeitbereich vermehrt genutzt.
Die Wirkung des Höhentrainings beruht auf der Vergrößerung des Belastungsreizes ohne erhöhte motorische Belastung. Am markantesten ist die Zunahme der aeroben Leistungsfähigkeit. Physiologisch gesehen, führt Höhentraining zur Steigerung der Sauerstofftransportkapazität. Um eine solche Steigerung zu erreichen, haben sich mehrmalige Aufenthalte pro Jahr als zweckmäßig erwiesen. Bei wiederholten Aufenthalten in 1500 – 4000 m Höhe kann die dortige Trainingszeit verkürzt werden. Allerdings sollte auch die Geschwindigkeit vermindert werden.
Die Mühe eines solchen Höhentrainings soll jedoch nicht vergebens sein – oben auf der Alm wartet schon die Sennerin Zilli mit frischer Milch, Käse aus eigener Herstellung, hausgemachtem Jogurt, Butter und frischer Marillenmarmellade und eine Pfanne voll „Kaiserschmarren“ darf zum Abschluss natürlich nicht fehlen!
Selten werden Sie sich Ihr Frühstück so verdient haben – und selten werden Sie es so genießen können…





