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Unser Tipp der Woche!

am Sonntag, 12. September, ca. 15.00 Uhr

SCHAFABTRIEB IM SCHNALSTAL

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Schafabtrieb im Schnalstal

Der Schafabtrieb im Schnalstal ist ein Erlebnis für Groß und Klein! Seit vielen Tausenden von Jahren ziehen jährlich gegen Mitte Juni die Schafe aus dem Schnalstal und dem Schlanderser Sonnenberg im Vinschgau über den Alpenhauptkamm zu den Sommerweiden im hinteren Ötztal in Österreich. Dort verbringen die Tiere den Sommer und stärken sich für den Winter. Der Schafabtrieb im Schnalstal im Herbst gehört zu den eindruckvollsten Traditionen Südtirol. 3.500 Schafe kehren zusammen mit den Hirten bei einem Zweitagesmarsch von 22 km ins Tal zurück, wo dann ausgiebig gefeiert wird.

Heuer findet der Schafabtrieb im Schnalstal am 12.09.  und 18.09. statt. Die Schafe werden um ca. 15.00 Uhr in Kurzras am 12.09. und um ca. 12.00 h am 18.09. im Vernagt erwartet, ab 11.00 Uhr wird jeweils das traditionelle Hirtenfest gefeiert. Der Schaftabtrieb im Martelltal findet am 12.09. statt.

Die Klosteranlage Karthaus

Im Schnalstal,  einem Seitental des Vinschgau, befindet sich hinter dem Dorf Katharinaberg die Klosteranlage Karthaus. Das Klosters wurde bereits im Jahr 1326 von den Karthäusermöchen gegründet und entwickelte sich sehr schnell zu einer beeindruckenden Anlage, obwohl die Möche, gemäß der Vorschriften, sehr zurückgezogen lebten. 1782 wurde das Kloster von Kaiser Josef II. aufgehoben und die Gebäude an heimische Händler und Bauern verkauft. 1924 fiel die gesamte Klosteranlage Karthaus einem Brand zum Opfer, jedoch wurde vieles wieder aufgebaut. Heute zeugen noch die alten Ringmauern vom Respekt der Möche gegenüber den sich gegen hohe Abgaben auflehnenden Bauern. Weiters besichtigt werden können auch der Kreuzgang mit den Durchreichen für die Mahlzeiten der Mönche, die Klosterküche oder die Heilig-Geist-Grotte. Sehenswert sind vor allem auch die Kunstaustellungen in den Sommermonaten in der Kloseranlage Karthaus. Doch der Vinschgau und seine Seitentäler bieten weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Kloster Marienberg oder die Churburg im Obervinschgau.



Das Messner Mountain Museum Schloss Juval

Hoch ober Naturns, am Eingang ins Schnalstal, thront Schloss Juval. Erbaut wurde das Schloss um 1278 von Hugo von Montalban, nach öfteren Besitzwechsel 1913 vom holländischen Kolonialherrn William Rowland gekauft und saniert. 1983 erwirbt schließlich der Extrembergsteiger Reinhold Messner das Schloss, nützt dieses bis heute als Wohnsitz und bringt dort mehrere Kunstsammlungen unter. Im Museum kann die umfangsreichste Tibetika Sammlung der Welt, eine Bergbild-Galerie über mehrere Etagen und Messners Maskensammlung aus fünf Kontinenten bewundert werden. Sogar Einblicke in private Wohnbereiche und den Expeditionskeller mit Original-Ausrüstung für Messners Extremtouren werden gewährt!

Zusätzlich gibt es am Schloss einen Bergtierpark, am Schloßwirt können hofeigene Produkte verkostet werden, und das Weingut Unterortl am Fuße des Hügels lockt mit exzellenten Weinen.

Geöffnet bis am 30. Juni und dann wieder vom 1. September bis zum 7. November jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr – Mittwoch Ruhetag

Glurns – Die kleinste Stadt Südtirols

Die Stadt Glurns gehört zu den 8 Städten Südtirol und (italienisch Glorenza) ist mit 886 Einwohnern eine der kleinsten Städte der Alpen. Das Besondere an der Stadt sind die vollständig erhaltenen Stadtmauern, welche die Stad in eine Inner- und eine Außerstadt teilen. Bereits in der Römerzeit war die Stadt eine Verkehrsknotenpunkt an der Via Claudia Augusta, welche den Süddeutschen Raum mit Norditalien verband. Des Weiteren führte an Glurns auch ein wichtiger Handelsweg in die nahe Schweiz vorbei. Der Name Glurnis, Clurne oder Glurens ist vorrömischen oder rätoromanischen Ursprungs und bedeutet so viel wie Hasel- oder Erlenau. 1291 wurde der Stadt von Meinhard II das Marktrecht verliehen und 1304 wurde sie das erste Mal schriftlich erwähnt. Durch die günstige Lage an der Grenze Tirols zur Schweiz und dem Markt wurde Glurns sehr schnell bekannt und reich. Die Landesfürsten förderten die Ansiedlung durch 10-jährige Steuerbefreiung und die Stadt selbst profitierte von Weggebühren und Niederlagsgebühren der durchreisenden Kaufleute. Vor allem wurde am Markt damals mit Salz gehandelt, welches aus Hall in Tirol kam, aber auch mit Früchten aus Italien, Wein Eisen und auch verschiedenen Gewürzen. 1233 wurde Glurns Sitz eines landesfürstlichen Gerichts. Im Mai 1499 wurde nahe Glurns in der Schlacht an der Calven ein überlegenes kaiserliches Heer vom Herr der Drei Bünde vernichtend geschlagen. Im Anschluss daran plünderten die Truppen die Stadt und steckten alles in Brand. Zu dieser Zeit begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt. Die Handelsrouten änderten sich, da das Eisacktal bei Bozen passierbar gemacht wurde, auch war die Stadtbefestigung schon Anfang des 17. Jahrhunderts durch die Entwicklung des Kriegswesens militärtechnisch überholt und somit wertlos. In den folgenden Jahrhunderten wurde Glurns immer wieder Opfen von Bränden und Hochwassern der Etsch. Durch Erbteilungen im 19. Jhr. (in Form der Realteilung) waren Grundstücke entstanden, die das Überleben der Besitzer nicht mehr gewährleisten konnten, viele Bewohner mussten ihren Lebensunterhalt als Karrner suchen, als Wanderhändler, die ihre Ware (Südfrüchte, Kastanien aus dem Süden, Haushaltsgeräte aus dem Norden) auf einem Karren mit sich führten. Erst der erste Weltkrieg setzte dem ein Ende. 1855 verwüstete eine Überschwemmung, die vom Haider See ausging, die Stadt und die 1906 eröffnete Vinschgerbahn endete im benachbarten Mals und brachte dadurch ebenfalls keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Als Glurns nach dem ersten Weltkrieg mit Südtirol an Italien fiel, änderte sich wieder nichts an der wirtschaftlichen Situation. 1931 wurde dann auch das Gericht nach Schlanders verlegt. In den 70-er Jahren begann eine umfassende Sanierung der Stadt, die heute als eines der schönsten und malerischsten Ausflugsziele Südtirols gilt.

MMM Schloss Sigmundskron

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In Firmian bei Bozen liegt das Schloss Sigmundskron, das Herzstück des Messner Mountain Museum (MMM). Es zählt zu den ältestes und größten Burganlagen Südtirols. Schlern- und Texelgruppe draußen und Kunst und Reliquen im Schloss thematisieren die Auseinandersetzung zwischen Berg- und Mensch. Durch die großräumige Anlage führt ein vorgegebener Parcour, der die Entstehung sowie Ausbeutung der Berge nachvollziehbar macht, die religiöse Bedeutung der Gipfel veranschaulicht und die Geschichte vom Bergsteigen bis hin zum alpinen Tourismus erzählt.

Das MMM Firmian ist vom ersten Sonntag im März bis zum dritten Sonntag im November geöffnet. 10 – 18 Uhr (Montag Ruhetag).

Messner Mountain Museum Firmian
Schloss Sigmundskron, Sigmundskronerstr. 53
I – 39100 Bozen
Tel. +39 0471 631264 – Fax +39 0471 633884
info@messner-mountain-museum.it

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Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf. Oscar Wilde (1854 - 1900).
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