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Archiv für die Kategorie „Geschichte“

Die Festung Franzensfeste

Die beeindruckende Habsburgerfestung Franzensfeste ist eine gewaltiges Bauwerk im Eisacktal bei Brixen, welches auf einer Fläche von 1 km² gebaut wurde und aus 3 Komplexen besteht, die miteinander verbunden sein.

Der Eingang der Festung Franzensfeste

Die Geschichte der Habsburgerfestung Franzensfeste

Die Festung Franzensfeste entstand auf Wunsch des österreichischen Kaisers Kaiser Franz I., welcher dadurch der Festung und auch den heutigen Ort Franzensfeste den Namen verlieh. Franz von Scholl, Generalmajor der Feldgeniedirektion Verona, wurde 1832 von Kaiser Franz I. beauftragt, eine geeignete Stelle zu finden, um die Achse zwischen Süden und Norden unterbrechen zu können. Nicht zuletzt aufgrund der Kriegserfahrung im Jahr 1809,  als die französichen-bayrischen Truppen unter dem General Lefebre an der Sachsenklemme eine Niederlage durch die Bauerntruppen unter dem Südtiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer erlitten. Die Wahl von Franz Scholl fiel auf den Ort Unterau sowie den Felsen über dieser Eisacktalschlucht.

Die Festung Franzensfeste – die Entstehung

Geplant wurde die Festung von den K.K. Genieoffizieren Franz von Scholl und Karl von Mártony und wurde in nur fünf Jahren, von 1833 bis 1838, fertig gestellt. Die Festung  wurde unter Beisein von Kaiser Ferdinand I. eingeweiht und galt damals als die stärkste Burg im gesamten Alpenraum. Kaiser Franz Josef I. erlebte die Einweihungsfeier nicht mehr. Die Festung wurde vorwiegend aus Materialien aus der Umgebung errichtet, aus teuren Granitblöcken und Lehmziegeln, welche in der Festung gebrannt wurden. 4.500 Arbeiter, darunter Soldaten, Steinmetze aus Kroatien, Genua und Bergamo, aber auch Handwerker aus dem Umgebung waren am Bau beschäftigt. Umgerechnet hätte der Bau dieser gewaltigen Festung heute um die 400 Millionen Euro gekostet. Eine sehr hohe Summe, wenn man bedenkt, dass die Festung, ursprünglich für 1.200 Soldaten geplant und auch errichtet, nie dem Zwecke der Verteidigung diente und aus deren Kanonen nicht ein einziger Schuss abgefeuert wurde.

Die Nutzung der Franzensfeste und das verschwundene Gold

Blick von der oberen Festung auf das Talwerk und die mittlere Festung

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Das Andreas Hofer Museum im Passeiertal

In St. Leonhard im Passeiertal befindet sich der Sandhof, das Geburtshaus des Südtiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Das alte Wirtschaftsgebäude des Sandhofs bildet den Hauptteil des Andreas Hofer Museum. Neben einer Vielzahl von Gegenständen aus dem Besitz und der Zeit des bekannten Tiroler Freiheitskämpfer informiert ein Dokumentarfilm von 20 Minuten über das Leben des Andreas Hofer aus dem Passeiertal. Das Museum verfügt auch über einen Außenbereich, in welchem ein für das Passeiertal typischer Haufenhof rekonstruiert wurde, mit einer Mühle, einem Getreidekasten, Schmiede, sowie Wohn- und Backhaus.

Andreas Hofer, Wirt, Viehhändler und Freiheitskämpfer

Ein Gebäude des Haufenhofes im Freiluftbereich des Andreas Hofer Museum

Andreas Hofer kam als jüngster von 6 Geschwistern und einziger Sohn von Josef Hofer und Maria Aigentler im Jahre 22.11.1767 zur Welt. Seine Eltern führten das zum Hof gehörende Gasthaus „Die goldene Krone“, welches an der zum Jaufenpass führenden Straße lag. Andreas Hofer war noch ein Kind, als er innerhalb von 2 Jahren beide Elternteile verlor und daher von einer seiner großen Schwestern aufgezogen wurde. Er kämpfe viele Jahre für die Unabhängigkeit Tirols, bis der tiefreligiöse Freiheitskämpfer Andreas Hofer 1809 von einem Bauern verraten und gefangen wurde, nach Mantua gebracht und dort am 20. Februar 1810 hingerichtet wurde.

In Zusammenhang mit diesen Kämpfen der napoleonischen Zeit steht auch das Südtiroler Herz Jesu Fest. Als im Jahre 1796 Tirol von den französischen Truppen bedroht war, gelobte der Tiroler Landtag  alljährlich das Herz Jesu Fest zu feiern, was heute noch mit Gottesdiensten, Prozessionen und Bergfeuern geschieht.

Öffnungszeiten des Andreas Hofer Musuem: 1. April bis 2. November, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17.30 Uhr, Montag ist Ruhetag (ausgenommen sind Ostermontag, Pfingstmontag, Allerheiligen sowie der August und September).

Der Laaser Marmor

Ein beliebter Rohstoff aus dem Vinschgau

Der Laaser Marmor ist eine harte, widerstandsfähige und wetterbeständige Marmorsorte aus dem Vinschgau, er wird hier auf dem Nördersberg im Laaser Tal bei Laas und am Göflaner Berg abgebaut. Der Begriff „Laaser Marmor“ hat sich im Laufe des 19. Jahrhunderts durchgesetzt und gefestigt. Allmählich gewann der Laaser Marmor immer mehr an Berühmtheit und wurde von Steinbildhauern und Architekten bevorzugt verwendet. Insgesamt existieren 14 Handelssorten des Laaser Marmors von welchen jedoch nur 4 im Handel sind. Im Mittelalter wurde der edle Marmor vor allem als Werkstoff für Portale, Wappensteine und Ornamente von Burgen im Vinschgau verwendet, so beispielsweise im Schloss Tirol.

Marmorpeeling in den Dolce Vita Hotels

Marmorpeeling in den Dolce Vita Hotels

Künstler stellten daraus Taufsteine, Altäre oder Grabsteine her, eines der ältesten bekanntesten Werke im Vinschgau ist das Marmorrelief im karolingischen St. Benediktskirchlein in Mals. Während der Renaissance benutzten mehrere Vinschgauer Schlösser den schönen Laaser Marmor als Rohstoff, so beispielsweise die Churburg, das Schloss Goldrain oder die Schlandersburg. Der berühmte Bildhauer Gregor Schwenzengast aus dem Martelltal stellte um 1700 verschiedene Kunstwerke aus dem Laaser Marmor her, so auch ein Grabdenkmal in der Latscher Pfarrkirche für den Adligen Kleinhaus, dem Erbauer des Roten Schlosses in Latsch.

Der Laaser Marmor ist weltweit begehrt, so wurde er beispielsweise bei verschiedensten Denkmälern in Wien verwendet, wie dem Mozartdenkmal, der Pestsäule oder dem Pallas- Athene- Brunnen vor dem Parlament. Weitere Beispiele internationaler Verwendung sind das Schiller- Denkmal in Dresden oder das Moltke- Denkmal in Berlin. Das wohl bekannteste Denkmal erbaut aus dem Laaser Marmor ist das American Battle Monument Commission. In den 1950er Jahren wurden 86.000 Grabkreuze und -steine aus dem Laaser Marmor für die in Europa gefallenen Soldaten nach Amerika geliefert, später folgten weitere Aufträge. Diesen Beitrag weiterlesen »

Meran- eine Kurstadt mit Tradition

Ein Kurort der besonderen Art

Meran ist nach der Landeshauptstadt Bozen die zweitgrößte Stadt Südtirols und besticht durch ein besonderes und charmantes Ambiente. Die berühmte Kurstadt liegt in einem von hohen und imposanten Berggruppen umgebenen Talkessel, in welchen malerische Täler wie der Vinschgau, das Passeiertal oder das Etschtal münden. Schon seit dem 19. Jahrhundert gilt Meran dank dem milden und fast schon mediterranen Klima als beliebter Kurort. Die malerische Kurstadt besitzt eine lange Geschichte und Tradition als Kur- und Fremdenverkehrsort. Sie stellte außerdem eine der ersten Touristenhochburgen während der Zeit des Habsburgerreiches dar, hier trafen sich schon damals illustre Gäste aus Politik und Kultur.

Urlaub in Meran & Umgebung

Urlaub in Meran & Umgebung

Hauptgründe für die Beliebtheit der Kurstadt sind natürlich das milde Klima und die reine Luft, die zur Heilung von Lungenleiden beitrug. In Meran zählt man rund 300 Sonnentage im Jahr, die Stadt ist durch die Texelgruppe im Norden und Nordwesten vor kalten Winden und Niederschlägen geschützt. Hier gedeihen unter anderem südliche Pflanzen wie Palmen oder Zypressen.

Ende 2005 wurde im Herzen der Stadt die neue Therme Meran eröffnet, hier kann man Wellness Meran in einem stilvollen und modernen Ambiente genießen. Die Thermenanlage ist durch einen Kubus aus Glas, Stein und Stahl gekennzeichnet und wurde vom Stararchitekten Matteo Thun entworfen. Bis in die heutige Zeit hat sich Meran und dessen Umgebung somit als beliebte Kurregion profiliert, hier mischen sich alpine Tradition mit mediterranen Nuancen in einer malerischen und sonnenverwöhnten Landschaft.

Das Schloss Sigmundskron

Die Geschichte des Schloss Sigmundskron bei Bozen

Die Festung- und Burganlage Sigmundskron oberhalb von Bozen in Südtirol, wurde im Jahre 945 erstmals als „Formicaria“ geschichtlich erwähnt. Kaiser Konrad II hat die Burg 1027 dem Trientner Bischof übergeben, welcher diese im 12 Jhr. an Ministeriale  überschrieb, ab dann wurde die Burg Firmian genannt. 1473 kaufte der Herzog Sigmund der Münzenreiche, Landesfürst von Tirol, die Festungsanlage, benannte diese Schloss Sigmundskron und ließ so umbauen, dass der Burg Feuerwaffen nichts anhaben konnten. Von der alten Anlage Firmian blieben nur mehr kleine Reste übrig. Finanzielle Schwierigkeiten nötigten den Landesfürst bald dazu, die Burg zu verpfänden, die daraufhin zunehmend verfiel. Gegen Ende des 18. Jhr. ging Schloss Sigmundskron  an die Grafen Wolkenstein über, dann an die Grafen von Sarnthein (1807-1870) und anschließend bis 1994 an die Grafschaft Toggenburg. 1996 erwarb die Provinz Bozen das Schloss und 2003 erhielt der Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner die Konzession für sein Bergmuseum.

Schloss Sigmundskron als Zeichen der Südtiroler Autonomie

Sigmundskron ist ein wichtiges politisches Symbol für die Südtiroler Bürger. 1957 fand auf dem Schloss unter Silvius Magnago, längjähriger Landeshauptmann, die größte Protestkundgebung in der Geschichte Südtirols statt. 30.000 Bürger versammelten sich um gegen die Nichteinhaltung des Pariser Abkommens zu protestieren und forderten die Freiheit für Südtirol.

Das Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron

Heute ist auf Schloss Sigmundskron (neben Schloss Juval, Sulden am Ortler, Ripa und in den Dolomiten) eines der 5 Messner Mountain Museen untergebracht. Kunst und Reliquien, Wege, Treppen und Türme führen die Besucher durch das Museum das die Auseinandersetzung von Berg und Mensch thematisiert. Entstehung und Ausbeutung der Berge, sowie die religiöse Bedeutung werden nachvollziehbar. Beeindruckend auch die Darstellung der Geschichte des Bergsteigens sowie des alpinen Tourismus. Geöffnet ist das Museum vom ersten Sonntag im März bis zum dritten Sonntag im November, von 10.00 bis 18.00 Uhr. Donnerstag ist Ruhetag.

Blick vom Schloss Sigmundskron

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