Archiv für die Kategorie „Geschichte“
Das Kloster Säben in Südtirol
Die Benediktinnerinenabtei Säben bei Klausen in Südtirol
Auf einem Felsen, 200 Meter oberhalb von Klausen im Eisacktal, liegt das Kloster Säben umgeben von malerischen Weinbergen. 4 Kirchen befinden sich heute auf dem Berg, welche auch auf auch für Besucher zugänglich sind: Die Marienkapelle, die Liebfrauenkirche, die Klosterkirche und die Heilig-Kreuz-Kirche am höchsten Punkt der Anlage. Das Kloster selbst steht den Besuchern nicht offen. Das älteste christliche Zeugnis ist ein in Felsen gehauenes Taufbecken (4. Jhr.) Die 15 Benediktinnerinen leben auch heute noch in strenger Klausur und widmen sich vor allem dem Gebet und der häuslichen Arbeit, sie leben von Garten- und Landwirtschaft, Obst- und Weinbau aber betreuen auch Pilger und nehmen im Sommer Gäste im Gästhaus auf, da Säben nach wie vor ein sehr beliebter Wallfahrtsort ist.
Die Geschichte des Kloster Säben
Der Berg, auf welchem heute einer der schönsten Klosteranlagen Südtirols (neben dem Kloser Marienberg und die Klosteranlage in Karthaus) liegt, war schon in der Jungsteinzeit besiedelt und diente damals bereits als Kultplatz. In frühchristlicher Zeit wurde hier die erste Kirche gebaut und ab dem 6. Jhr. residierte ein Bischof in Säben, auf dessen Bistum Sabiona das heutige Titularbistum Sebena zurück geht. 960 wurde der Sitz des Bischof nach Brixen verlegt, an die für die mittelalterliche Reichspolitik so wichtige Brennerstaße. Säben blieb fürstbischöfliche Wehrburg und wurde Verwaltungszentrum der südlichen Gebiete des Bistums Brixen und auch zeitweise Sitz des Richters von Klausen. 1533 traf ein Blitzschlag die Bergfestung und äscherte diese ein. Erst 1,5 Jhr. später nahm sich der Klausener Stadtpfarrer Kanonikus Dr. Matthias Jenner der Ruine an. 1680 errichtete er auf dem Berg das Kloster, welches von den Nonnen des Salzburger Sitftes Nonnberg bezogen wurde. Durch Dekret des Brixner Fürstbischofs Johann Franz Graf Khuen wurde das neue »Kloster zum Heiligen Kreuz von Säben« 1686 feierlich eröffnet. Von da an hatte das Kloster schwere Prüfungen zu bestehen: mehrmalige Besatzung, Plünderungen und auch die Aufhebung des Klosters durch die bayerische Regierung, aber die Schwestern ließen sich nicht vertreiben. Seit 1910 lebt die Kommunität nach den Satzungen der Beuroner Frauenklöster. Der Weltkrieg unterbrach die aufstrebende Entwicklung der Südtiroler Abtei wieder, die nach 1918, nunmehr im Staat Italien, wieder notvolle Jahrzehnte durchzustehen hatte, aber die Verbindung zu den österreichischen und deutschen Abteien riss nie mehr ab, und der Hilfsbereitschaft der Mitbrüder und Mitschwestem nördlich der Brennergrenze war es zu verdanken, dass auf dem 18. Beuroner Generalkapitel 1974 der Anschluß Säbens an die Kongregation auch juridisch zustande kam.
Die Ruine des Hotel Paradiso im Martelltal
Auf 2.2160 m Meereshöhe, hinter dem Stausee am Ende des schönen Martelltales liegt die faszinierende rote Ruine des ehemaligen Luxushotel Paradiso, oder des Hotel Albergo Sportivo Valmartello al Paradiso del Cevedale wie es damals genannt wurde. Eingeschlossen von Kiefern und Lärchen und umgeben von 3.000ern besitzt diese Ruine etwas Mystisches und Paradiesisches. Gebaut wurde das Hotel Paradiso von 1933 bis 1935 von einer Aktiengesellschaft unter Oberst Emilio Penatti und dem Stararchitekten Gio Ponti aus Mailand. Wärend heute die Ruine rot ist, war damals das Hotel grün gestrichen. Anfreunden konnten sich die Bewohner des Martelltal nie mit diesem modernen Gebäude, architektonisch gesehen blieb es für die Marteller Bürger eine “Schupf” (Garage). Das Luxushotel für reiche Gäste verfügte bereits damals über 250 Betten, Post- und Telegraphenamt im Haus, Metzger, Konditor, Friseur, Masseur, Skilehrer, Lesesaal mit englischen Kaminen, Sauna und Taverne. Die Blütezeit des Hotel Paradiso im Martelltal dauerte nicht lange, sie fand bereits mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges ein jähes Ende. 1943 wurde das Hotel von der deutschen Wehrmacht besetzt und wurde als Erholungsgebiet für die deutschen Soldaten genutzt. 1952 wurde es an den Reeder Benati aus Venedig verkauft, welcher das Gebäude erweitern und rot streichen ließ, es jedoch nicht wiedereröffnete und seitdem leer steht. Im Jahre 1966 ging es in den Besitz der Südtiroler Brauereifamilie Fuchs über. Heute kann die Ruine des Hotel Paradies im Martelltal nur noch von außen besichtigt werden, dennoch kann man den Luxus und Charme der längst vergangenen Jahre spüren.
Schafabtrieb im Schnalstal
Der Schafabtrieb im Schnalstal ist ein Erlebnis für Groß und Klein! Seit vielen Tausenden von Jahren ziehen jährlich gegen Mitte Juni die Schafe aus dem Schnalstal und dem Schlanderser Sonnenberg im Vinschgau über den Alpenhauptkamm zu den Sommerweiden im hinteren Ötztal in Österreich. Dort verbringen die Tiere den Sommer und stärken sich für den Winter. Der Schafabtrieb im Schnalstal im Herbst gehört zu den eindruckvollsten Traditionen Südtirol. 3.500 Schafe kehren zusammen mit den Hirten bei einem Zweitagesmarsch von 22 km ins Tal zurück, wo dann ausgiebig gefeiert wird.
Heuer findet der Schafabtrieb im Schnalstal am 12.09. und 18.09. statt. Die Schafe werden um ca. 15.00 Uhr in Kurzras am 12.09. und um ca. 12.00 h am 18.09. im Vernagt erwartet, ab 11.00 Uhr wird jeweils das traditionelle Hirtenfest gefeiert. Der Schaftabtrieb im Martelltal findet am 12.09. statt.
Die Klosteranlage Karthaus
Im Schnalstal, einem Seitental des Vinschgau, befindet sich hinter dem Dorf Katharinaberg die Klosteranlage Karthaus. Das Klosters wurde bereits im Jahr 1326 von den Karthäusermöchen gegründet und entwickelte sich sehr schnell zu einer beeindruckenden Anlage, obwohl die Möche, gemäß der Vorschriften, sehr zurückgezogen lebten. 1782 wurde das Kloster von Kaiser Josef II. aufgehoben und die Gebäude an heimische Händler und Bauern verkauft. 1924 fiel die gesamte Klosteranlage Karthaus einem Brand zum Opfer, jedoch wurde vieles wieder aufgebaut. Heute zeugen noch die alten Ringmauern vom Respekt der Möche gegenüber den sich gegen hohe Abgaben auflehnenden Bauern. Weiters besichtigt werden können auch der Kreuzgang mit den Durchreichen für die Mahlzeiten der Mönche, die Klosterküche oder die Heilig-Geist-Grotte. Sehenswert sind vor allem auch die Kunstaustellungen in den Sommermonaten in der Kloseranlage Karthaus. Doch der Vinschgau und seine Seitentäler bieten weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Kloster Marienberg oder die Churburg im Obervinschgau.
Das Messner Mountain Museum Schloss Juval
Hoch ober Naturns, am Eingang ins Schnalstal, thront Schloss Juval. Erbaut wurde das Schloss um 1278 von Hugo von Montalban, nach öfteren Besitzwechsel 1913 vom holländischen Kolonialherrn William Rowland gekauft und saniert. 1983 erwirbt schließlich der Extrembergsteiger Reinhold Messner das Schloss, nützt dieses bis heute als Wohnsitz und bringt dort mehrere Kunstsammlungen unter. Im Museum kann die umfangsreichste Tibetika Sammlung der Welt, eine Bergbild-Galerie über mehrere Etagen und Messners Maskensammlung aus fünf Kontinenten bewundert werden. Sogar Einblicke in private Wohnbereiche und den Expeditionskeller mit Original-Ausrüstung für Messners Extremtouren werden gewährt!
Zusätzlich gibt es am Schloss einen Bergtierpark, am Schloßwirt können hofeigene Produkte verkostet werden, und das Weingut Unterortl am Fuße des Hügels lockt mit exzellenten Weinen.
Geöffnet bis am 30. Juni und dann wieder vom 1. September bis zum 7. November jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr – Mittwoch Ruhetag







