
Geschichte:
Die Benediktinerabtei Marienberg ist eine Stiftung der Edlen von Tarasp aus dem 12. Jahrhundert. Am Ende des 16. Jahrhunderts stand das Kloster vor der Auflösung, die aber vom Papst und der tirolischen Landes-regierung aus polit-ischen und religiösen Gründen verhindert wurde. Eine große Wende und neue Blüte setzte mit Abt Matthias Lang aus Weingarten (D) am Anfang des 17. Jahrhunderts ein. Die Zahl der Mönche vermehrte sich zusehends, und im Jahre 1724 konnte die Abtei in Meran ein humanistisches Gymnasium gründen, dem bald darauf ein Knabenkonvikt angeschlossen wurde. 1807 wurde das Kloster durch die Bayerische Regierung aufgehoben, die Mönche vertrieben und Kloster, Kirche, Archiv und Bibliothek wertvoller Bestände beraubt wurden. Auch das Meraner Gymnasium musste vorübergehend schließen. Doch 1816 wurde die Abtei auf Wunsch des Kaisers Franz I. wiederhergestellt und in Meran das Gymnasium weitergeführt. Das Gymnasium wurde im 19. Jahrhundert ein Bildungszentrum ersten Ranges, das 1928 durch politischen Druck seine Tore schließen musste. Von 1946 bis 1986 wurde in Marienberg ein fünfklassiges Privatgymnasium geführt. Das Kloster war also über Jahrhunderte das geistige Zentrum des Oberen Vinschgau und hat Generationen von Studenten zu einem Studium verholfen. Im Bewusstsein der Bevölkerung nimmt das Kloster bis auf den heutigen Tag einen großen Stellenwert ein, war es doch für eine große Anzahl von Menschen religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Bezugspunkt. Museum: Bei der Sanierung des ehemaligen Wirtschaftstraktes wurde der Bestand nur gesäubert, weitgehend im Originalzustand belassen und durch eine zweite zeitgemäße Ebene ergänzt. Die alten Gemäuer selbst sind Zeugen der baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte. Im 2007 eröffneten Museum erhalten die Besucher Einblick in den Alltag hinter den Klostermauern. Einige Kunstwerke aus der Gründerzeit werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Objekte weisen auf wichtige Begebenheiten im Laufe der 900jährigen Geschichte hin. Die romanischen Fresken der Krypta von Marienberg sind im Film auf Großleinwand zu sehen.Öffnungszeiten Museum und Klosterladen: Bis 4. April 2009: Montag bis Samstag 13.00-16.00 Uhr und von 6. Apr. bis 7. Nov. 2009: Montag bis Samstag 10.00-17.00 Uhr, außer an kirchlichen Feiertagen. Preis Euro 5,00/Person, Tel. +39 0473 843980 oder www.marienberg.it.
You write very well.
Habe das Kloster mal besichtigt, vor ein paar Jahren, finde es sehr schön dort. Ich wünschte es würdem ir gehören ^^