Der Apfelanbau in Südtirol
Das Apfelanbaugebiet Südtirol
In Südtirol werden auf 18.000 Hektar und 8.000 Südtiroler Familienbetrieben Äpfel angebaut. Im Durchschnitt verfügt ein Betrieb in Südtirol über 2,5 bis 3 Hektar Anbaufläche. Das Apfelanbaugebiet erstreckt sich von Salurn, das Etschtal, das Burggrafenamt hoch bis in den oberen Vinschgau. Auch im Eisacktal werden noch Äpfel angebaut. Das mediterran geprägte Klima in Südtirol, mit viel Regen im Frühling, Sonne im Sommer und Herbst, ist ideal für den Apfelanbau. 300 Sonnentage im Jahr und ca. 800 mm an Niederschlagsmenge garantieren die gute Qualität der Südtiroler Äpfel. 10 % der gesamten geernteten Menge in Europa kommt inzwischen aus Südtirol.
Die Geschichte des Apfelanbaus in Südtirol
Der Apfel kommt ursprünglich aus Mittelasien. Bereits die Römer und Griechen schätzten diese besondere und sehr gesunde Frucht. In Südtirol wurden Äpfel lange Zeit nur zur Selbstversorgung angebaut, erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Obstbaugenossenschaften gegründet. Im Jahre 1988 entstand die Arbeitsgemeinschaft für den integrierten Anbau. Unter dieser Arbeitsgemeinschaft, AGRIOS genannt, werden Äpfel schonend angebaut, das heißt, dass auch Schädlinge mit natürlichen Mitteln bekämpft werden. Das europäische Qualitätssiegel „geschützte geografische Lage“ wurde dem Südtirol Apfel im Juni 2005 verliehen. 11 Apfelsorten tragen den Siegel „Südtirol Apfel g.g.A.“. Dieser Siegel beweist dem Endverbraucher die Herkunft der Äpfel und somit deren Qualität, auch garantiert dieser Siegel die Rückverfolgbarkeit vom Südtiroler Bauern bis zum Konsumenten.
Die Apfelsorten in Südtirol
Die Apfelsorten in Südtirol sind vielfältig, ob süß oder sauer, aromatisch oder mild, Egal welche Sorte, ein gesunder Südtiroler Apfel ist ein Hochgenuss. Hier jedoch ein Überblick über die verschiedenen Apfelsorten in Südtirol:
- Braeburn (frisch, saftig, aromatisch, Herkunft: Neuseeland)
- Elstar (fein-säuerlich, aromatisch, Herkunft: Niederlande)
- Fuji (äußerst aromatisch, knackig, saftig-süß, Herkunft: Japan)
- Gala (knackig und saftig, wenig Säure, Herkunft: Neuseeland)
- Golden Delicious (saftig, süß aromatisch, feine Fruchtsäure, Herkunft: USA)
- Granny Smith (säuerlich, Herkunft: Australien)
- Idared (knackig und saftig, Herkunft: US)
- Jonagold (saftig, aromatisch, süß-säuerlich, Herkunft: USA)
- Kanzi (sehr knackig, erfrischend, süß-säuerlich, Herkunft: Belgien)
- Modi (saftig, frisch, Herkunft: Italien)
- Morgenduft (frisch, süß-säuerlich, Herkunft: USA)
- Pink Lady (knackig, aromatisch, Herkunft: Australien)
- Pinova (süß-säuerlich, erfrischend, Herkunft: Deutschland)
- Red Delicious/Stark (saftig-süß, sortentypisch, Herkunft: USA)
- Rubens (frisch, angenehm süß, Herkunft: Italien)
- Winesap (saftig, säuerlich, Herkunft: USA)
Südtiroler Äpfel: Vitaminbomben und Schlankmacher
„One apple a day keeps the doctor away“ – an dieser alten Weisheit könnte etwas dran sein, denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen, die regelmäßig einen Apfel essen, bestimmten Krankheiten vorbeugen und seltener an Krebs erkranken. 13 Vitamine und 20 verschiedene Mineralien, dazu noch Antioxidantien, Spurenelemente, Ballaststoffe und der Stoff Pektin (bindet Schadstoffe und führt diese ab) sorgen dafür, dass der Apfel als das gesündeste Obst bezeichnet wird. Wer Äpfel nicht so gerne frisch verzehrt, der kann diese auch zum Kochen oder Backen verwenden, wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Südtiroler Apfelstrudel?
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