Glücksbringer Koi
Mit ihren Farben sind Kois eine schillernde Bereicherung für Gartenteiche, so ziert auch eine Vielzahl von leuchtenden Kois den Teich des Dolce Vita Hotel Feldhof. Der Nishikigoi (wörtlich für „Brokatkarpfen“), kurz aber auch Koi genannt, ist eine Zuchtform des Karpfens (Cyprinus carpio). Koi oder in Zusammensetzungen auch -goi gilt als der japanische Ausdruck für Karpfen allgemein.
Die Herkunft der Kois
Die Herkunft der Koi Fische ist nicht eindeutig geklärt. Es ist nicht nachgewiesen, ob sie aus Japan, China, Korea, dem Kaspischen oder Schwarzen Meer oder der Aralsee stammen. Die ersten Überlieferungen über Farbkarpfen sind 2.500 Jahre alt, sie entstanden bei der Flusskarpfenzucht, die bereits im 11. Jahrhundert vor Christus in China große Tradition hatte. Bereits das Buch “Ying Cuius Bro Yengyu Jang ” (Yang Cui Baos Klassiker der Fischzucht) von Yang Cui Bao (316 bis 265 v.Chr.) soll erste Aufzeichnungen über mehrfarbige Karpfen enthalten. Der Karpfen symbolisiert Stärke, da er der einzige Fisch ist, der die Wasserfälle des Gelben Flusses bezwingen kann. Die heute gezüchteten Kois stammen hauptsächlich aus Japan, aber auch aus Singapur, Südafrika und Israel.
Der Ursprung der Koizucht
Im 18. Jahrhundert hielten die Reisbauern in Niigata (Präfektur Japans) zur Nahrungsaufbesserung Karpfen. Niigata war damals sehr schwer zu erreichen und die Menschen waren auf die Ernährung durch Karpfen angewiesen, daher entwickelte sich dort eine Karpfenzucht. Erstmals um 1800 fielen den Züchtern aus dieser Region Farbmutanten auf. Zu Beginn beschränkte sich die Farbmutation auf rote, weiße und hellgelbe Koi. Da Niigata sehr abgeschieden war, verbreiteten sich die Farbkarpfen sehr langsam, erst 1914 wurden 27 Koikarpfen zur Taisho-Ausstellung nach Tokio gebracht, wo sie gleich den 2. Preis gewannen. Sieben dieser Koi erhielt der Kronprinz Hirohito, von Beruf Biologe, als Geschenk. Diese Ausstellung war der Durchbruch der Koizucht, wie man sie heute kennt. In den 20er Jahren brach die Koizucht aufgrund der Wirtschaftskrise ein. Den nächsten Schlag musste die Koizucht wegen des Nahrungsmangels im zweiten Weltkrieg hinnehmen, aber in den Jahren darauf konnte sich die Zucht weltweit verbreiten.
Koikarpfen können bei guter Pflege bis zu 60 cm lang und 35 Jahre alt werden. Sie gelten im asiatischen Raum als Glücksbringer und stehen für Stärke, Tapferkeit, Reichtum und Glück.
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