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Unser täglich Brot

Korn in schönster ReifeSt. Laurentius und das Kornfeld

Heute findet man in unserer Gegend nur noch selten ein Kornfeld. Früher allerdings war der Anbau von Korn und Getreide eine ganz normale Sache. So steht im Buch “Sage, Brauchtum und Geschichten in und um Naturns” von Maria Gerstgrasser Folgendes geschrieben: “Der erste Kornhock stand wegen der sonnigen Lage auf Falkenstein (Anmerkung: heute erstklassiges Weinanbaugebiet) auf Krumbichl oder beim Schlosspächter. Einmal war das Korn bei den Moarhöfen in Tschirland früher reif und drängte schon um Peter und Pauli zum Schnitt. HockerDa aber gebotener Feiertag war, musste beim Pfarrer um Erlaubnis gebeten werden. Die Heu- und Kornernte verlangte große Anstrengung, stand aber ganz im Zeichen von Zusammenarbeit und Nachbarschaftshilfe und wohl auch der Geselligkeit. Beim Korntragen und Kornschneiden halfen sich die Bauern gegenseitig. Einer hinter dem anderen schnitt seine Garben und so konnte man sogar von den Berghöfen herab auf den ausgedehnten Kornfeldern in Tschirland die Schnitter zählen. Jemanden “auf den Esel” schneiden oder mähen, war eine Sitte, bei der die Arbeitskräfte sich gegenseitig zur Arbeit anfeuerten.Kornhocker Kostbares KornGelang es einem der Schnitter, seinen Vordermann zu überholen, war das für den langsameren Schnitter eine große Schande und brachte ihm Spott und Schadenfreude. Auch der Schabernack durfte beim Kornschnitt nicht fehlen. So wurden manchmal “Hocker” vom Feld “gestohlen” und dann wieder zurückgestellt.”  So gings früher bei uns zu. Heute hat sich der Heimatpflegeverein ein kleines Stück Kornacker erhalten, bzw. wiederbelebt. Nach getaner ArbeitDie Arbeit ist geschafftLetzten Samstag war dort, an den Laurentiusruinen zwischen Naturns und Staben, der Kornschnitt angesagt.
Die “Hocker” können Sie noch einige Tage live erleben.

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