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Wie der Südtiroler Speck erfunden wurde

bilddatei-jagdhof-061.jpgWas ist Dolce Vita in Südtirol? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten – das südliche Flair, die pure Lebenslust, Südtiroler Gastlichkeit und 2 kulinarische Seiten: südtirolerisch und italienisch! Die Speisekarten in unseren 5 Wellnesshotels sind reich bestückt: Spaghetti und Knödel, Gnocchi und Schlutzkrapfen, Salami und Speck, Panna cotta und Kaiserschmarren und und und – gerade was das Herz begehrt! Kommen Sie und genießen Sie mit uns das “süsse Leben”!
Heute wollen wir uns mal dem “Leibgericht” der Südtiroler widmen: dem Speck! Bei einer schönen Marende mit Speck, Schüttelbrot und einem Glas feinstem Wein … da läuft einem einfach das Wasser im Mund zusammen …!
Und so erzählt man sich: Als Kaiser Napoleon Bonaparte die halbe Welt mit Krieg überzog, drang er auch im Vinschgau ein. Seine Soldaten besetzten den Tartscher Bichl und hausten gar fürchterlich. In einem Häuschen am Bichlweg wohnte ein biederes Schneiderlein mit seiner Ehefrau. Im Stall hatten sie ein fettes Schweinchen, um das sie sich nun sehr sorgten. Wie sollten sie es vor den Franzosen verstecken? Das Schwein wollten sie nämlich um keinen Preis verlieren, denn sie hatten das ganze Jahr gespart und sich geplagt, um endlich einmal einen guten Bissen Fleisch zu bekommen. Da hatte der Schneidermeister eine Idee! Er meinte: “Wenn wir das Schwein schlachten und in den Rauchfang hinaufhängen täten, da würde gewiss kein Franzose hinaufschauen!” Gesagt. Getan. So kam der Moment als die Schneidersleute ihr Haus verlassen mussten. Die Soldaten nahmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest war. Am Häuschen unseres Schneiders ließen sich die Offiziere nieder. In der Küche wurde nun gesotten und gebraten, daß der Kamin nur so qualmte. Nach einwöchiger Einquartierung zogen die Franzosen wieder ab und die Dorfbewohner kehrten in ihre ausgeplünderten Heimstätten zurück. Auch die Schneidersleute nahmen wieder Besitz von ihrem Häuschen. Ihr erster Blick galt natürlich dem Rauchfang und siehe da, das Schweinl war noch oben. Aber oh Schreck, ganz schwarz und durchräuchert war es! Dennoch probierten sie und siehe da, das Fleisch hatte einen guten Geschmack und sie konnten es lange Zeit aufbewahren, ohne dass es einen üblen Geruch bekommen hätte. Denn durch das viele Heizen und Kochen der Franzosen ist das Fleisch durch und durch geselcht worden. Von da an gabs den Südtiroler Speck! So sagt man, ist der Südtiroler Speck erfunden worden. Fortsetzung folgt! Feinschmecker

2 Kommentare zu „Wie der Südtiroler Speck erfunden wurde“

  • Mal eine Frage, denn ich habe gewettet: Tiroler Speck ist in Wirklichkeit Schinken. Kein Speck. Oder?

    Herzlichen Gruß
    Nessa Altura

  • Speck ist Speck. Und Schinken ist Schinken. Hier noch einige Infos dazu:
    Die für Südtirol bedeutendste Form der Fleischkonservierung ist die Herstellung von Speck aus dem geschlachteten Schwein. Dabei werden die beiden Schweinshälften zunächst gepökelt und mit individuellen Gewürzmischungen eingerieben. Anschließend wird das Fleisch geselcht, also geräuchert.

    Es gibt so viele Arten Speck zu selchen, wie es Bauern gibt, die es tun. Das Grundprinzip „wenig Rauch, viel Bergluft“ kommt jedoch fast überall zum Tragen. Auch bei der Wahl des Brennstoffs zur Raucherzeugung sind sich die Bauern einig: „Kranewittnstaudn“ (Wacholderzweige) verleihen dem Speck einen besonders würzig feinen Wohlgeschmack. Wie lange die Speckseiten in der Selchküche bleiben, hängt u. a. von ihrer Dicke, von den klimatischen Verhältnissen und von der persönlichen Auffassung des Bauern ab. Zwei, drei Monate hängt der Speck im Rauch, mancherorts auch länger. Die letzte Phase im Werdegang des Specks bildet die Reifung. Für eine gute Qualität muss er mindestens 6-8 Monate an einem geeigneten Ort, am besten im Keller, aufbewahrt werden, wo er in aller Ruhe, ohne Temperaturschwankungen und sonstige Störungen seine volle Reife erlangen kann.
    Weitere Infos auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/Speck
    Idee: Wetteinsatz = zünftige Marende in Südtirol …:-)

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